Weser-Kurier:Über die Bremer Terrorwarnung schreibt Moritz Döbler:

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Der Innensenator hatte sich beglückt gezeigt. „Das
Schöne ist, dass wir aus diesen Fehlern Lehren ziehen können, ohne
dass wir wirklich jemandem geschadet haben“, sagte Ulrich Mäurer vor
wenigen Tagen. Da war alles drin in diesem Satz, das klang einfach
gut. Wie der Senator selbstkritisch Fehler im Umgang mit der
Terrorwarnung einräumt und Besserung gelobt. Wie schön sich das alles
vor der Wahl in Wohlgefallen aufzulösen scheint. Aber in dem Satz
steckt eine gefährliche Irreführung. „Ohne dass wir wirklich jemandem
geschadet haben“: Das ist leider frei erfunden. Ob die Bremer Pannen
jemandem geschadet haben oder noch schaden werden, weiß niemand. Was
an jenem Wochenende tatsächlich passiert ist, weiß niemand. Waren
Terroristen in der Stadt, bereiteten sie einen Anschlag vor,
transportierten sie Waffen? All das ist möglich. Auch wenn etwas
nicht nachgewiesen wurde, kann es passiert sein. Es wäre nicht das
erste Mal, dass Terroristen den Staat überlisten. Die Polizeiaktion
lief schleppend an, und erschwerend kommt hinzu: Das Islamische
Kulturzentrum wurde fünf Stunden lang nicht observiert, das Auto
eines Verdächtigen nicht durchsucht. Bremen war mit der Lage heillos
überfordert. Das künftig das Bundeskriminalamt in solchen Fällen
schneller eingreifen kann, ist ein Segen.

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