Weser-Kurier:Über die Macht der Bilder nach dem Terroranschlag von Nizza schreibt Hans-Ulrich Brandt:

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Es sind Schlagzeilen wie „Hier rast der Terrorist
von Nizza in die Menschenmenge“ oder „Die Momente der Tragödie“, die
Millionen Internet-Nutzer weltweit auf die Links zu den Handy-Videos
gelockt haben. Parallel dazu ist erneut eine heftige Debatte darüber
entbrannt, wie mit solchen Bildern des Schreckens und des Terrors
umzugehen ist, die uns, wie gerade erst aus den USA, zum Teil schon
live erreichen. Klar ist: Es gibt kein endgültiges Richtig oder
Falsch. Die Grenzen journalistischer Berichterstattung müssen immer
wieder neu hinterfragt und ausgelotet werden. Und klar muss auch
sein: Eine seriöse Berichterstattung bedient keinen Voyeurismus. Doch
wie schwer das ist, hat der Journalist Richard Gutjahr gerade zu
spüren bekommen, weil er den anfahrenden Lkw von seinem Hotelbalkon
aus gefilmt hatte. Doch die Menschen wollen auch verstehen können,
was in Nizza geschah. Dazu braucht es Bilder. Ja, wir bewegen uns
dabei immer auf dem schmalen Grat zwischen Anteilnahme und Gafferei.
Das Schreckliche dieser Welt aber auszusperren, ist auch keine
Lösung.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
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