Weser-Kurier:Über die Schulinspektion in Niedersachsen schreibt Peter Mlodoch:

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Erfreulich schnell hat Niedersachsens
SPD-Kultusministerin Frauke Heiligenstadt auf die geballte Kritik der
Lehrer in der Befragung durch die Lüneburger Universität reagiert und
grundlegende Reformen an der ungeliebten und gefürchteten
Schulinspektion in die Wege geleitet. Das und auch die angekündigte
Entschlackung bei den als bürokratisch empfundenen Vergleichsarbeiten
in den Klassen drei und acht sind natürlich dem aufkommenden
Landtagswahlkampf geschuldet. Natürlich sind die Pläne ein Versuch
der unter Dauerbeschuss der Opposition und einiger Lehrerverbände
stehenden Ressortchefin, wieder in die Offensive zu kommen. Aber das
macht sie nicht falsch. Im Gegenteil: Es ist absolut richtig, die
Lehrkräfte von unsinnigen oder zumindest unsinnig empfundenen
Aufgaben zu entlasten. Die intensiven Vorbereitungen auf den
angekündigten Besuch des Schul-TÜVs gehören ebenso dazu wie die
zweifelhaften Zwangs-Tests, mit denen sich die Schulen in ein
imaginäres Ranking einreihen sollen. Die Arbeitskraft, die dafür
draufgeht, ist im Unterricht und in der Betreuung der Kinder besser
aufgehoben – gerade in Zeiten des akuten Lehrermangels.

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