Weser-Kurier:Über die Unabhängige Patientenberatung schreibt Sabine Doll:

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Was kann ich bei einem Behandlungsfehler tun? Wie
wehre ich mich dagegen, dass meine Krankenkasse das Krankengeld nicht
weiterzahlen will? Bei solchen Problemen konnten sich Patienten
bisher an unabhängige Patientenberatungen wenden. Unabhängig ist
hierbei das Schlüsselwort, denn die Beratungen müssen neutral und
ohne Einflussnahme durch – beispielsweise die Krankenkassen –
erfolgen. Das ist gesetzlich verankert. Und genau diese
Unabhängigkeit soll jetzt abgeschafft werden. Indem die Krankenkassen
die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) an ein
privatwirtschaftliches Unternehmen vergeben. Das ist bereits seit
Langem als Dienstleister für die Kassen tätig. Alles andere als gute
Voraussetzungen für Unabhängigkeit und Neutralität. Eine besonders
unrühmliche Rolle spielt dabei der Patientenbeauftragte der
Bundesregierung, Karl-Josef Laumann. Der CDU-Politiker hat die
Entscheidung der Krankenkassen abgenickt. „Bitte?“, muss man fragen.
Seine Aufgabe ist es, die Unabhängigkeit der Beratung zu verteidigen.
Er handelt im Auftrag und Sinne der Patienten, tritt für ihre Belange
ein. Dafür wirbt der oberste Patientenschützer zumindest auf seiner
Homepage. Auftrag verfehlt, ganz klar. Das ist eine schlechte
Nachricht für Patienten, denn wegen dieser Entscheidung muss auch die
Unabhängige Patientenberatung Bremen um ihre Existenz fürchten.

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Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
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