Weser-Kurier:Über Langzeitarbeitslosigkeit in Bremen schreibt Sara Sundermann:

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Wenig ist in unserer Gesellschaft so
identitätsstiftend wie Lohnarbeit. Sie verbindet mit anderen und gibt
das Gefühl, gebraucht zu werden. Diesen hohen Stellenwert kann man
kritisieren, aber nicht bestreiten. Deshalb ist es eine Erschütterung
aller Lebensbereiche und des Selbstwertgefühls, wenn Menschen lange
Zeit keine Arbeit finden und irgendwann ganz die Hoffnung aufgeben,
je wieder einzusteigen. Menschen, die körperlich und psychisch nicht
in der Lage sind, einer normalen Arbeit nachzugehen, hat es immer
gegeben. Aber viele einfachere Tätigkeiten, die sie früher ausgeübt
haben, existieren nicht mehr. Kohlenträger, die Haushalte mit dem
Handkarren beliefern. Boten in der Behörde. Helfer im Stall. Arbeit
ist heute hochgradig spezialisiert und baut auf volle
Leistungsfähigkeit. In Bremen gibt es besonders viele
Langzeitarbeitslose. Und viele Kinder kennen nur das Geld vom Amt. Es
ist eine Frage der Würde und eine Investition in die Zukunft, mehr
Stellen für Langzeitarbeitslose zu schaffen. Senat und Bürgermeister
haben sich dieses Ziel vor der Wahl auf die Fahnen geschrieben. Sie
sollten es nicht aus den Augen verlieren.

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Weser-Kurier
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