Weser-Kurier:Über niedersächsische Kritik an Bremen schreibt Peter Mlodoch:

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Manch niedersächsischer Politiker gefällt sich gern
im Bremen-Bashing, im verbalen Draufprügeln auf das arme
Haushaltnotlageland. So jetzt auch CDU-Fraktionschef Björn Thümler,
der seine durchaus berechtigten Bedenken gegen mögliche
Finanzspritzen für Investitionen in Bremer Kliniken in wüste
Beschimpfungen gegen das „Griechenland des Nordens“ packt. Selbst
wenn die ungewohnte Schärfe der niedersächsischen Kommunalwahl am
Sonntag geschuldet sein sollte – einen Gefallen tut sich der CDU-Mann
aus Berne damit gewiss nicht. Seine Sachargumente gehen im Gepolter
unter; Stimmen der Bürger für seine Partei wird er damit kaum
gewinnen können. Außerdem machen es sich Thümler und all die anderen
Bremen-Kritiker aus Niedersachsen ziemlich einfach. Keiner von ihnen
vermag zu erklären, was denn bitteschön die Alternative ist. Die
insolvente Hansestadt abwickeln? Bremen aus der Bundesrepublik
feuern? Geht alles nicht. Eine Fusion mit anderen Ländern? Angesichts
der hohen Hürden im Grundgesetz nahezu unmöglich. Die Finanzprobleme
Bremens würden weder ein Nordstaat noch ein Zusammenschluss mit
Niedersachsen lösen.

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