Weser-Kurier:Über Ostermärsche schreibt Marlo Mintel

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Die Ohnmacht der Pazifisten

Krieg in Syrien, Terror in Europa, immense Aufrüstung: Für die
traditionelle Friedensbewegung gibt es am diesjährigen Osterfest
genug Themen, um auf die Straße zu gehen. Bundesweit finden wieder
Dutzende Ostermärsche statt. Mit Demonstrationen, Mahnwachen und
Fahrradtouren setzen sich Tausende für den Frieden ein. Doch die
Bewegung schwächelt – seit Jahren. Keine Spur mehr von den
Glanzzeiten, als zwischen 1968 und 1983 zum Teil Hunderttausende
Menschen gemeinsam auf den Straßen für Frieden warben. Das gehört
zweifelsohne der Vergangenheit an. Daher drängt sich die Frage auf:
Was läuft bei den Ostermärschen falsch? Sie erinnern eher an ein
Treffen von Alt-68ern, die an den Osterfeiertagen für eine
konfliktfreie Welt spazieren-gehen. Ganz anders die Bürgerinitiative
„Pulse of Europe“, bei der sich Menschen an Sonntagen treffen, um für
ein geeintes Europa zu demonstrieren. Sie ist eine neue Bewegung,
wirkt erfrischender und hat dadurch Zulauf. Was diesen Bewegungen
aber allesamt fehlt, ist Wirkmacht. Viele Menschen gehen erst dann
auf die Straße, wenn sie das Gefühl haben, etwas bewirken zu können.
Bei so manchem Friedensbewegten ist aus Hoffnung Resignation
geworden. Diese Ohnmacht führt auch dazu, dass in diesem Jahr wieder
Tausende Menschen den Ostermärschen fernbleiben werden.

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