Weser-Kurier:Über rechte Kriminalität in Niedersachsen schreibt Peter Mlodoch:

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Über die meisten, zumindest über die schlimmsten
Fälle wurde zwar schon längst berichtet. Aber in ihrer geballten
Zusammenfassung zeichnen sie ein besonders düsteres und
erschreckendes Bild: 110 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte gab es
im Jahr 2015 in Niedersachsen, davon sieben Brandanschläge, bei denen
die Täter auch den Tod von unschuldigen Menschen bewusst in Kauf
nahmen. In anderen Teilen der Republik mag die Bilanz noch
fürchterlicher ausfallen, doch das darf und kann absolut keine
Entschuldigung sein. Es ist einfach schändlich, Familien, die hier
Schutz vor Terror und Bürgerkrieg suchen, Gefahren für Leib und
Leben sowie anderen Bedrohungen auszusetzen. Hiergegen kann es nur
die volle Härte von Polizei und Justiz geben. Erste Urteile wie im
Fall Salzhemmendorf zeigen den richtigen Weg. Unverständlich ist es
jedoch, dass die Behörden 20 der insgesamt 110 Übergriffe nicht als
politisch rechts motiviert einstufen. Von einzelnen Ausnahmen
vielleicht abgesehen: Was – bitte schön – soll denn sonst
dahinterstecken? Zur Verharmlosung besteht jedenfalls nicht der
geringste Anlass.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
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