Weser-Kurier: Zu denÜberstunden bei der Bremer Polizei schreibt Hauke Hirsinger:

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Lohn für geleistete Arbeit ist eine
Selbstverständlichkeit. Doch wer sich am Fuße des Überstundenberges
der Bremer Polizei befindet, wird diesbezüglich schnell von massiven
Zweifeln beschlichen. 330000 Stunden nicht vergüteter Arbeit sind
Außenstehenden auch mit der großen Schuldenlast des kleinsten
Bundeslandes nur schwer zu erklären. Schließlich ist der Glaube an
deutsche Bürokratie und Korrektheit bislang ungebrochen. Nur schwer
passt es ins Bild, dass sich gerade diejenigen, die neben dem
Finanzamt und der Armee oftmals als Abziehbilder dieser Ordnung
herhalten müssen, nicht auf eben diese Ordnung verlassen können.
Polizisten machen Überstunden nicht, weil es ihnen gerade in den Kram
passt. Überstunden werden angeordnet, weil es die Sicherheitslage
erfordert – oftmals an Wochenenden oder zu Zeiten, zu denen andere
Menschen bereits gemütlich Fernsehen. Wenn diese Mehrarbeit dann
faktisch für Gotteslohn geleistet werden muss, ist die Frustration
der Polizisten mehr als Verständlich. Bremen muss zügig zahlen oder
für Freizeitausgleich sorgen. Das Ablösen von zum Teil mehreren
Hundert Überstunden pro Polizist ist schließlich nicht nur eine Frage
des Respekts, sondern auch eine Frage der Sicherheit.

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