Weser-Kurier: Zum Autobahnbau schreibt Peter Mlodoch:

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Anmelden auf Teufel komm– raus – so lautet die
Devise der Bundesländer für den neuen Bundesverkehrswegeplan.
Dahinter steckt offenbar die Hoffnung, dass wenn man möglichst viele
Straßen und Autobahnen in die Liste schreibt, am Ende auch etliche
Kilometer übrig bleiben. Doch das gleicht eher dem Feilschen auf
einem orientalischen Basar, mit vernünftiger Verkehrspolitik hat das
alles nichts zu tun. Der Verkehrswegeplan ist um ein Vielfaches
überzeichnet, viele Projekte sind schon jetzt nichts als Wunschträume
und Luftschlösser. Ehrlich und realistisch wäre daher ein radikaler
Schnitt. Und dazu gehörte es auch, geplante Neubauprojekte umgehend
zu hinterfragen und notfalls sofort komplett zu stoppen. Bis diese
überhaupt fertiggestellt würden, vergingen Jahre, wenn nicht
Jahrzehnte – viel zu spät, um den drohenden Verkehrsinfarkt
rechtzeitig abzuwenden. Schnellere Abhilfe gegen die unzähligen Staus
verspricht die Sanierung der vielen maroden Straßen und der
bröckelnden Brücken. Dafür braucht es keine langwierigen
Planungsverfahren, der entlastende Effekt würde viel eher eintreten.
Der Erhalt des bestehenden Verkehrsnetzes muss oberste Priorität
haben. Denn wenn Straßen und Brücken erst einmal – im wahrsten Sinne
des Wortes – zusammengebrochen sind, geht dort nichts mehr.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
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