Weser-Kurier: Zum Streitüber den Muslim-Vertrag in Niedersachsen schreibt Peter Mlodoch:

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Es ist ein hehres Ziel: Der Vertrag des Landes
Niedersachsen mit den großen Muslim-Verbänden soll Normalität
signalisieren, zeigen, dass die große Weltreligion – nicht ihre
extremistischen Irrläufer- zum Leben hier dazu gehört. Doch das
Paragrafen-Werk stößt – anders als vor fast drei Jahren in Bremen –
bereits im Klein-Klein an seine Grenzen. Allein der Satz über eine
Gebetsmöglichkeit an den Schulen löst irrationale Sorgen und Ängste
vor dem Untergang des Abendlandes aus. Kein Mensch hat dabei an
Mini-Moscheen für Schüler gedacht. Es geht lediglich um eine gewisse
Rückzugsmöglichkeit, die man sicher auch jedem evangelischem Mädchen
oder katholischen Jungen gewähren würde. Andere Bedenken, wie sie
etwa die CDU formuliert, wirken ebenfalls übertrieben oder an den
Haaren herbeigezogen. Auf einem anderen Blatt steht freilich die
Frage, ob man bei der verfassungsrechtlich gebotenen Trennung von
Staat und Kirche überhaupt die Beziehungen zu den Religionen regeln
sollte. Dies beträfe nicht nur Muslime. Dann müsste man auch an den
Staatsverträgen mit den beiden christlichen Kirchen rütteln.

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