Weser-Kurier: Zum Wohnungsbau schreibt Norbert Holst:

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In den Bau von bezahlbaren Wohnungen wird viel zu
wenig Geld investiert. Trotz Niedrigzinsen. Doch nur mit dem Bau von
Luxuswohnungen lässt sich auf Dauer kein Geld verdienen – das wissen
Baubranche und Wohnungswirtschaft. Günstige Wohnungen für Menschen
mit kleinem Einkommen lassen sich aber kaum noch realisieren. Zu
viele preistreibende Auflagen einerseits, zu wenig öffentliche
Förderung andererseits, sagt das Verbändebündnis Wohnungsbau.
Tatsächlich ist die Politik mitverantwortlich für die strapazierte
Lage auf dem Wohnungsmarkt. Städte wie etwa Nürnberg und Dresden
haben ihre Sozialwohnungen verhökert und zu sehr auf den Markt
vertraut. Viele Bundesländer haben die soziale Wohnraumförderung
zurückgefahren, auch der Bund hat sich mehr und mehr aus der Pflicht
gestohlen. Die Folge: gab es 1987 noch 3,9 Millionen Wohnungen mit
Sozialbindung allein im Westen, sind es heute bundesweit nur noch 1,5
Millionen. Aber es geht auch anders, wie das Beispiel Hamburg zeigt.
Dort hat es Bürgermeister Olaf Scholz geschafft, mit einem breit
aufgestellten „Bündnis für das Wohnen“, den Wohnungsbau wieder
anzukurbeln. Auf Bundesebene steht dafür das Verbändebündnis bereit.
Frau Ministerin Hendricks, übernehmen Sie! Die Zeit drängt.

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