Westdeutsche Zeitung: JVA-Suizid in Wuppertal-Ronsdorf: 17-Jähriger laut Justizminister „zukunftsorientiert“

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Wuppertal. Im Fall des 17-Jährigen, der sich am
11. Juni in der Jugend-Justizvollzugsanstalt Wuppertal-Ronsdorf mit
einem Bettlaken erhängt hat, sieht Justizminister Thomas Kutschaty
(SPD) bislang keinen Anlass zu Maßnahmen der Dienstaufsicht.
„Zusammenfassend lässt sich mutmaßen, dass Herr S. zunächst durchaus
zukunftsorientiert war und sich der Todeswunsch erst kurz vor der Tat
entwickelt hat“, heißt es in dem Bericht, den Kutschaty am Mittwoch
(29. Juni) im Rechtsausschuss des Landtags vorlegen will. Das
berichtet die Westdeutsche Zeitung in ihrer Dienstag-Ausgabe (28.
Juni). Kutschatys Schlussfolgerung dürfte für politische Diskussionen
sorgen. Aus dem dreiseitigen Bericht, der der WZ-Redaktion vorliegt,
geht hervor, dass der 17-Jährige S. bereits im November 2015 in
Wuppertal-Ronsdorf einsaß und schon damals Suizid-Absichten geäußert
hatte. Diese äußerte er ebenfalls nach seiner erneuten Verhaftung am
9. Juni in der JVA Köln und am 10. Juni wieder in Wuppertal. Auch der
Wuppertaler Anstaltsarzt ging von einer Suizid-Gefährdung aus.
Daraufhin wurden die Sicherungsmaßnahmen noch einmal verschärft. Der
Suizid war der dritte Todesfall in der JVA binnen zweier Monate. Im
Mai hatte ein Häftling einen Mitgefangenen erwürgt, im April hatte
sich eine Mitarbeiterin mit einer Dienstwaffe erschossen.

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