Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu angedachten Passkontrollen in Zügen

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Es ist der Albtraum jedes Fahrgastes und aller
Sicherheitsbehörden: der Anschlag in einem Zug. 2005 geschah dies in
Madrid. 2015 kam es zu einem Attentat auf der Stecke von Amsterdam
nach Brüssel. 2016 in einem Metro-Zug der belgischen Hauptstadt. Auch
wenn sich die Bahngesellschaften und Polizei wehren – um das Thema
Sicherheit bei Reisen auf der Schiene führt kein Weg mehr herum. Und
das ist nur ein Beispiel, wie die Überlegungen in Belgien zeigen:
Kontrollen, die alle Verkehrsmittel erfassen, die auch vor privatem
Pkw-Verkehr nicht Halt machen, sind nicht mehr undenkbar. Selbst wenn
Europa das von der Brüsseler EU-Kommission gesteckte Ziel erreichen
sollte und am Jahresende die geschlossenen Grenzen wieder geöffnet
werden – es entstehen längst neue. Um die Reisefreiheit zu schützen,
soll im Namen von mehr Sicherheit die Bewegungsfreiheit von
Terrorverdächtigen eingeschränkt werden. Wer das will, muss wissen,
dass er die EU mit einem Netz aus Überwachung und Kontrollen
überzieht. Freiheit sieht anders aus. Aber der Schutz vor Gewaltakten
fordert einen hohen Preis. Sind wir wirklich bereit, den zu zahlen?

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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