Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu dem Thema IS

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Wer im Sommer und Herbst 2014 die Bilder rund um
die irakische Stadt Sindschar gesehen hat, den überkam angesichts
der Barbarei des IS Fassungslosigkeit. Jesidische Flüchtlinge wurden
tausendfach dahingemetzelt, Frauen und Mädchen als Sexsklavinnen an
Kommandeure weitergereicht oder an den Meistbietenden verkauft. Und
die Bilder vermittelten nur einen kleinen Einblick in das
beispiellose Grauen. Jetzt drohen ähnliche Szenen in der Nähe
Kirkuks. Militärisch ist der IS in die Defensive geraten, irakische
Soldaten nähern sich der Terroristen-Hochburg Mossul. Aber bevor er
nicht endgültig besiegt ist, behält er die Kraft, Tausende
Flüchtlinge als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen, Lösegeld
zu erpressen, religiöse Volksgruppen zu verfolgen und durch die
Ermordung von Ärzten, Anwälten, Polizisten und Verwaltungsleuten
Provinzen um Jahrzehnte zurückzuwerfen. Die Antwort auf diese Gewalt
kann leider nur Gewalt sein: Die Anti-IS-Koalition muss ihre Angriffe
noch verstärken und die Terroristen selbst zur Flucht zwingen. Das
wären dann schöne Bilder.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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