Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den EU-Klimaschutzplänen

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Europas Klimaschutz-Politik steckt in einem
Dilemma: Seit Jahren gefällt man sich darin, immer neue Grenzwerte
für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, für Omnibusse und Lkw einzuführen.
Doch von einem nennenswerten Rückgang der CO2-Emissionen kann keine
Rede sein. Das Problem ist kaum zu lösen, weil die immer schärfer
werdenden Auflagen naturgemäß nur für Neufahrzeuge gelten können.
Zahlen zeigen, was das bedeutet: 2015 wurden in der EU fast 14
Millionen neue Autos zugelassen. Der tatsächliche Bestand liegt um
den Faktor 20 höher. Fazit: Der Klimaschutz dauert viel zu lange, um
die Luftqualität in den Ballungszentren verbessern zu können, und er
kommt zu langsam. Vor diesem Hintergrund bedeutet die neue Strategie
der EU eine Zeitenwende, die aber noch zu zaghaft und behutsam
anläuft. Doch der Gedanke ist richtig: Wer die Belastung durch den
Verkehr senken will, darf nicht nur über schadstoffarme Neufahrzeuge
nachdenken. Notwendig ist ein Ansatz, in dem neue Antriebe und
klimaschonende Streckenführung zusammenkommen müssen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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