Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den Schuldenregeln für Europa

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Pessimisten haben es immer gewusst. Optimisten
hoffen, dass es ganz so schlimm nicht kommt. Die EU-Kommission
arbeitet auf Drängen der Schuldensünder an Tricksereien zu deren
Entlastung. Die strengen Auflagen zur Berechnung des Staatsdefizits
könnten aufgeweicht werden. Mehr noch: Alles geschieht offenbar im
Einklang mit längst gefassten Beschlüssen und Hintertürchen im
Kleingedruckten. Deutschland und die Europäische Zentralbank stellen
sich gegen jeglichen Versuch, die Spielregeln zu ändern. Aber sie
stehen ziemlich allein da und kommen möglicherweise auch schon zu
spät. Wie auch immer: Der nächste EU-Gipfel Ende Juni soll Klarheit
bringen. Das hoffen die schwer geprüften Südstaaten Europas auch. Sie
stehen ohne Frage mit dem Rücken zur Wand und sind zu jedem
bilanztechnischen Winkelzug bereit. Für etwas Entspannung könnte die
Auflage eines gewaltigen Kreditprogramms zur Bekämpfung der
eklatanten Jugendarbeitslosigkeit in weiten Teilen Europas sorgen.
210 Milliarden Euro, verteilt auf drei Jahre, sind ein gewichtiges
Wort – und wohl ein weiterer riskanter Zuschuss.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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