Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den tödliche Schüssen auf Polizisten in Dallas

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Nach den Rassenunruhen von Ferguson bestand
Hoffnung auf eine grundlegende Reform der Polizei in den USA. Eine
Arbeitsgruppe des Weißen Hauses gab Empfehlungen, wie Beamte riskante
Situationen deeskalieren können. Das FBI gelobte, alle Fälle von
Polizeigewalt zentral zu erfassen. Geschehen ist wenig. Tatsächlich
stieg die Zahl der Fälle sogar, bei denen die Polizei tödlichen
Gebrauch von ihrer Schusswaffe machte. In den USA ist es zweieinhalb
mal wahrscheinlicher als Schwarzer von der Polizei erschossen zu
werden denn als Weißer. Welche Motive auch immer den Heckenschützen
von Dallas antrieben, erwies er der »Black Lives Matter«-Bewegung
einen Bärendienst. Statt der Diskussion über Polizeigewalt geht es
nun um die Opfer in Uniform. Der gemeinsame Nenner der Vorfälle der
vergangenen Tage ist der leichte Zugang zu Waffen. Leider wird
sich daran nicht viel ändern. Ein Kongress, dessen republikanische
Mehrheit nicht einmal Personen auf der Terror-Beobachtungsliste am
Waffenkauf hindern will, wird sich auch jetzt nicht umstimmen
lassen.  

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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