Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Ditib

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»Wie schön, ein Märtyrer zu werden!«, sagt der
Vater zu dem Sohne und fügt auf Rückfrage, warum man denn ein
Märtyrer werden wolle, hinzu: »Natürlich will man das! Wer will denn
nicht in den Himmel kommen?« Diese Comic-Sequenz – im Original auf
Türkisch – in einer Schrift des türkischen Religionsamtes Diyanet,
Aufsichtsbehörde für Ditib, hat jetzt dazu geführt, dass
NRW-Innenminister Ralf Jäger die Zusammenarbeit mit dem türkischen
Islam-Dachverband Ditib aufgekündigt hat. Das ist ein richtiger
Schritt. Er passt aber auch ins aktuelle Bild. Ditib war zuletzt
heftig in die Kritik geraten. Der islamische Dachverband sei der
verlängerte Arm Erdogans, hieß es. Absetzbewegungen hatte es auch von
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gegeben. Es gilt jetzt viele
Fragen zu beantworten: Ist die jetzt bekannt gewordene Entscheidung
ein Zufall oder taktisch wohlterminiert? Welche Rolle spielt Ditib
im Beirat für den islamischen Religionsunterricht in NRW? Aber vor
allem: Welche Alternative zu Ditib als Ansprechpartner für die
deutsche Politik gibt es überhaupt? Immerhin vertritt Ditib mit
Abstand die meisten Muslime im Land.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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