Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Flüchtlingen

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Die Symbolik ist bestechend: Der Eurotunnel wird
für Flüchtlinge zum Nadelöhr auf dem Weg vom europäischen Festland
auf die britische Insel. Wer die Szenen in Calais und das politische
Hickhack in Großbritannien beobachtet, sieht den Kontinent in einer
massiven Krise. Premierminister David Cameron bleibt mit seiner
Rhetorik kaum hinter der australischen Radikalabschreckung von
Flüchtlingen zurück. Cameron will dem »Menschenschwarm keinen
sicheren Hafen« bieten. Auch dann nicht, wenn die Migranten
angelandet sind – ob unter Lebensgefahr durch den Eurotunnel oder
vielleicht in Kürze auf dem Ärmelkanal. Wer es im Boot über das
Mittelmeer geschafft hat, der bewältigt auch die letzten 32 Kilometer
Seeweg nach England. So kann und darf es nicht weitergehen. Wenn es
der Europäischen Union (EU) nicht gelingt, die Flüchtlinge nach der
geplanten, aber von den Mitgliedsstaaten bislang abgelehnten Quote zu
verteilen, ist die Freizügigkeit bedroht. Dann wird es wieder
Schlagbäume an den Grenzen der Länder geben. Dass viele Bürger dies
wollen, haben die jüngsten Wahlergebnisse deutlich gemacht. Sie
wollen es aber nur, weil die Zuwanderung nach Europa nicht geregelt
ist. Wir müssen festlegen, wer kommen darf. Sonst scheitert die EU.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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