Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Krankenhausnotaufnahme

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Eine Notaufnahme heißt Notaufnahme, weil dort
Notfälle aufgenommen werden. Man sollte diese Banalität manchem
Patienten in Erinnerung rufen, wenn er am Mittwochnachmittag noch
schnell ein Mittelchen gegen Erkältung verschrieben bekommen möchte
oder vergessen hat, sich um eine Krankschreibung zu bemühen. Den
Ansturm auf die Notaufnahmen haben zum großen Teil wir alle, die
Patienten, zu verantworten. Weil es vermeintlich schneller geht als
beim niedergelassenen Arzt und die Notaufnahme sowieso rund um die
Uhr geöffnet hat. Dass es hier einer Steuerung bedarf, dürfte bei der
anhaltenden Entwicklung unstrittig sein. Die ab nächsten Monat
geltende Regelung zur Abklärungspauschale ist allerdings nicht das
richtige Mittel zur Genesung. Minuten-Diagnosen bergen für Arzt und
Patient ein großes Risiko mit möglicherweise rechtlich und
medizinisch ungeahnten Folgen. Anstatt auf neue Regeln zu setzen,
sollte jeder Patient bei sich selbst beginnen – und nur dann in die
Notaufnahme gehen, wenn er tatsächlich auch ein Notfall ist.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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