Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Kuba

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Kuba war über viele Jahre Spielball der USA.
Erst Fidel Castro war es gelungen, seinen Landsleuten ihre Würde
zurückzugeben. Der Revolutionär sorgte dafür, dass seine
Landsleute kostenfreie Bildung bekamen und er baute die angeblich
beste Gesundheitsversorgung Lateinamerikas auf. Noch heute soll etwa
die Kindersterblichkeit zu den niedrigsten weltweit gehören. Castro
hat sich zweifellos Verdienste erworben. Aber zur Wahrheit gehört
auch, dass Meinungsfreiheit und Opposition tabu sind. Zudem hat
Castro sein Land in die wirtschaftliche Isolation geführt. Viele
Kubaner flohen, viele Familien zerbrachen. Korruption und Willkür
sind an der Tagesordnung. Das Durchschnittseinkommen beträgt 30
Euro im Monat. Die sozialistische Regierung hat ein armes Kuba
geschaffen. Verbündete wie Russland und Venezuela haben selbst
finanzielle Sorgen, so dass Kuba auf sich selbst gestellt ist.
Der aufblühende Tourismus reicht nicht, um den Haushalt zu sanieren.
Castros Bruder Raúl tritt 2018 ab. Was danach kommt, weiß heute
niemand. Vor Kuba liegen auch künftig schwere Zeiten.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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