Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Salafisten

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Anschläge von Islamisten in Deutschland zu
verhindern – das kann nicht nur Aufgabe von Polizei und
Verfassungsschutz sein. Eltern, Lehrer, Mitschüler und Imame sind
gefordert, wenn es gilt, potentielle Gotteskrieger in unserer
Gesellschaft rechtzeitig auszumachen. Es geht nicht darum, sie
einzusperren, sondern darum, ihnen zu helfen. Sie von der Gewalt, die
sie vielleicht noch gar nicht ausgeübt haben, abzubringen. Die Hilfen
gibt es. Sie können aber nur funktionieren, wenn rechtzeitig
interveniert wird.

Keiner der jungen Männer, die Bielefeld oder Herford in Richtung
Syrien oder Irak verlassen haben, hat dieses getan, ohne dass sein
Umfeld nicht eine dramatische Veränderung mitbekommen hätte. Von dem
21-jährigen Bielefelder IS-Kämpfer Tarik ist bekannt, dass die
muslimische Gemeinde in Bielefeld zum Schluss keinen Zugang mehr zu
ihm hatte, dass er die Auslegung des Korans beim Freitagsgebet nicht
mehr akzeptierte. Hätte das nicht der späteste Zeitpunkt sein müssen,
um Alarm zu schlagen? Es muss Konsens sein, dass das mit Denunziation
nichts zu tun hat.

Die Polizei meint, dass es langsam ein Umdenken gibt. Dass sich
mehr Muslime mit Hinweisen an sie wenden. Ein gutes Zeichen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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