Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Südlink

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Die Entscheidung für eine unterirdische
Stromtrasse abseits von OWL ist vor allem Ergebnis des Protestes vor
Ort. Ein Erfolg heimischer Bürgerinitiativen, Abgeordneter und
Verwaltungschefs – und das parteiübergreifend. Ihr beharrliches
Engagement zahlt sich jetzt aus und ist ein Beleg, dass sich gut
begründeter Widerstand lohnt. Letztlich ist es ein Sieg einer
demokratisch intakten Gesellschaft gegen Technokraten-Planungen vom
Reißbrett. Den Menschen in den Kreisen Höxter und Lippe gebührt
Respekt, dass sie im Streit mit Großen wie Tennet nicht aufgesteckt
haben. Andernorts schaut man aber mit weniger Begeisterung auf die
Pläne. Es müssen sich nun Kommunen mit der Trasse auseinandersetzen,
die davon bislang nichts ahnten. Deshalb hat sich gestern Höxters
Landrat Friedhelm Spieker mit Begeisterungsbekundungen merklich
zurückgehalten. Als stellvertretender Sprecher des
Landkreisbündnisses weiß er, dass es auch Verlierer gibt. Allen
gemein ist die Tatsache, dass sie für das deutlich teurere Erdkabel
zahlen müssen. Die zusätzlichen Milliarden werden den Stromkunden
demnächst als erhöhte Netzentgelte in Rechnung gestellt.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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