Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Thomas Bachs Kandidatur für das Präsidentenamt des IOC

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Die eigene aktive Karriere hat Spuren
hinterlassen. Thomas Bach war Fechter. Wer da den ersten Treffer
setzt, ist gleich mal im Vorteil. Auf der Planche der Sportpolitik
preschte er nun auch vor und verkündete als Erster seine Kandidatur
für das Präsidentenamt des IOC. Den Funktionärsjob lernte Bach von
der Pike auf. Er begriff nicht nur das Geschäft im Zeichen der Ringe,
sondern auch, wie man nach oben kommt. Nun wohl bis hinauf auf den
Olymp. Bach wird nachgesagt, mit den Mächtigen zu paktieren, die am
Golf und in Russland sitzen. Der Deutsche gilt als Favorit auf den
Weltsport-Thron. Dabei gibt es im eigenen Land nicht nur Fürsprecher
und Freudenrufe. Die harte Linie gegen Doping wird vermisst. Und als
es darum ging, durch Aufdeckung nationaler Medaillenziele den Druck
zu dokumentieren, der auf Athleten und Verbänden liegt, trug Bach zur
Transparenz wenig bei. Ob es einer Olympiabewerbung hilft, wenn das
Komitee schon einen Deutschen an die Spitze wählt, ist umstritten.
Bevor sich München um die Winterspiele 2018 bemüht, muss es gerade
auch diesen Aspekt abwägen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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