Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Angriff auf Moschee

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Zu den größten Sorgen der deutschen Bevölkerung
gehört, dass mit den Einwanderern auch deren Konflikte untereinander
ins Land kommen. Die Furcht ist begründet, wie der Vorfall in
Bielefeld zeigt. Vermutlich kurdische Randalierer griffen eine
türkische Moschee an, in der sich die nationalistischen »Grauen
Wölfe« treffen. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände in der Türkei
spiegelten sich im Kleinen in Ostwestfalen wider. Der Export von
Waren ist willkommen, der von Feindschaften und radikalen Ideologien
aber nicht.

»Jene, die meinen, hier in Deutschland ihre Konflikte austragen zu
können, die haben sofort ihr Recht, hier zu verweilen, verwirkt«,
sagte gerade erst der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman
Mazyek. Er forderte klare Regeln für die Integration und Aufklärung
darüber, was in Deutschland geht und was nicht. Recht hat er, aber
hehren Worten müssen auch Taten folgen.

Die muslimischen Gemeinden sind aufgefordert, sich von radikalen
Mitgliedern unmissverständlich abzugrenzen, Wildwestmethoden zu
verurteilen und mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Integration ist
nicht nur Aufgabe der Deutschen. Die Kämpfe zwischen fremden
Volksgruppen schmälern auf Dauer die Aufnahmebereitschaft der
Bevölkerung und liefern den Rechtsradikalen Munition.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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