Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Brexit

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Brexit bleibt Brexit. In dem die britische
Premierministerin Theresa May ihren Satz auf dem Parteitag der
Konservativen wiederholt, will sie natürlich Stärke demonstrieren.
Derweil ist die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs ganz anders
drauf. Während ein Teil das knappe Votum noch nicht verwunden hat,
sucht der andere nach Auswegen. Dazu gehören auch ausländische
Investoren, die fürchten, ihre Produkte nicht mehr so einfach in
die EU verkaufen zu können. Spätestens im März 2017 will May nun das
Austrittsgesuch in Brüssel einreichen. Warum so spät? Der Brief
könnte längst angekommen sein. Sicher, das Datum konnte die
Premierministerin noch allein bestimmen. In den Verhandlungen mit
der EU aber wird sie einen anderen Ton anschlagen müssen. Stichwort
Ton: »Unsere Sprache ist die Sprache der Welt«, behauptet die Lady.
Doch die Regierungschefin vergisst: Die Sprache der Welt ist nicht
mehr wie zu Empire-Zeiten das eingebildete Oxford-English, sondern
irgendein Pidgin-Verschnitt. Und mindestens den beherrschen die
Kontinental-Europäer längst genau so gut.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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