Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Hilfeersuchen aus Köln

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Die abstoßenden Übergriffe auf Frauen in der
Silvesternacht in Köln haben vieles verändert. Jetzt sogar den
rheinischen Karneval. Von wegen leicht und unbeschwert. So groß wie
in diesem Jahr war die Anspannung der für die Sicherheit
Verantwortlichen wohl noch nie. Die Polizei hat eine Urlaubssperre
bis Aschermittwoch verhängt. Und die Stadt, an der Spitze die neue
Oberbürgermeisterin Henriette Reker, hofft jetzt auf personelle
Unterstützung aus anderen Kommunen.

Die Botschaft ist klar: Es darf nichts schiefgehen, die
Silvestervorfälle dürfen sich nicht wiederholen. Wie wohl nie zuvor
wird Deutschland, diesmal sogar die Öffentlichkeit weltweit, so genau
das närrische Treiben am Rhein beobachten. In wenigen Tagen geht es
für Köln darum, das ramponierte Image zumindest teilweise wieder
etwas aufzupolieren.

Dabei offenbart die Anfrage aus Köln ein ordentliches Maß an
Hilflosigkeit. Bei aller Bereitschaft zur Solidarität – die übrigens
viele Städte nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2009 gezeigt
haben – geht die Resonanz diesmal gen Null. Was nicht verwunderlich
ist: Welche Stadt stellt freiwillig ihr eigenes Personal ab, damit
andernorts gefeiert werden kann? Das Hilfeersuchen zeigt vor allem
eines: Die Nervosität vor Ort steigt.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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