Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Drohnen und Luftverkehr

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Eine Drohne auf 1700 Metern Höhe in der
Einflugschneise zum Flughafen München – da hört der Spaß an den
ferngelenkten Flugobjekten endgültig auf. Es gehört nicht viel
Fantasie dazu, sich vorzustellen, dass ein solches Gerät, wenn auch
nur aus Plastik gefertigt, bemannte Flugobjekte aller Art in die
Bredouille bringen kann. Für ein kleineres Flugzeug als eine
Verkehrsmaschine dürfte der Einschlag einer kapitalen
Drohne, mit Kamera bestückt, katastrophal enden. Aber auch im
Airbus möchte man das nicht erleben. Es ist wie immer: Wird neue
Technik, und sei es aus dem Spielzeugbereich, erschwinglich, sind
Leichtsinn und auch vorsätzlicher Missbrauch nicht weit. Appelle
an Vernunft oder Verstand fruchten da wenig. Drohnen fliegen
längst, um Nachbarn zu überwachen, Bilder aus fremden Schlafzimmern
zu übertragen – oder eben, um Stress im Luftverkehr zu machen. Dies
alles wenigstens zu erschweren, wäre schon ein Gewinn. Zum Beispiel
mit registrierter SIM-Karte, deren Erwerb auch mit Rechtshinweisen
zum Betrieb einer Drohne verbunden sein – und ohne die sie
schlichtweg nicht gestartet werden könnte.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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