Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Auszubildenden-Studie

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Es wird immer sein, wie–s immer war: Wohl seit
Bestehen der Menschheit muss sich die »Jugend von heute« vorwerfen
lassen, dass sie faul sei und zu nichts tauge. Da auch in der
Vergangenheit aus jungen Leuten etwas wurde, könnte man angesichts
der Ergebnisse des AOK-Fehlzeiten-Reports ganz gelassen bleiben.

Doch das wäre falsch. Mit Beginn der digitalen Revolution haben
sich Leben und Alltag vor allem von Jugendlichen und jungen
Erwachsenen, die mit Smartphones aufgewachsen und dauerhaft online
sind, massiv verändert.

Nicht nur Handwerksmeister und -gesellen beschweren sich darüber,
dass Lehrlinge oft alles stehen und liegen lassen, wenn sie bemerken,
dass auf ihrem Smartphone eine Nachricht eingegangen ist. Natürlich
sind die regionalen Unterschiede auffällig, weil sie in etwa dem
Gefälle in Bildungsstudien (Berlin schlecht, Bayern gut) entsprechen.
Die Ursachen dafür sind bekannt: Bevölkerungsstruktur und
Schulpolitik.

Da auch Studenten über gesundheitliche Probleme durch Stress an
der Uni klagen, liegen zwei Vermutungen nahe: Der digitale
Dauerzustand strengt mehr an als ein analoger Alltag, und der
Leistungsgedanke rückt zunehmend in den Hintergrund.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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