Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur blauen Plakette für Dieselfahrzeuge

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Möglich ist wie immer vieles. Doch die
praktische Umsetzung einer blauen Plakette für Dieselfahrzeuge käme
derzeit einem Fahrverbot für diese Art des Antriebs gleich. Und das
ist ziemlich blauäugig. Rein technisch ist es machbar, den
NOx-Ausstoß der Selbstzünder weiter zu senken. Die dafür notwendigen
Maßnahmen aber sind auf alle Fälle sehr aufwändig und damit
kostenintensiv. Größtes Problem aber ist, dass eine Nachrüstung so
gut wie ausgeschlossen ist. Das heißt im Klartext, alle die, die
derzeit ein Dieselfahrzeug besitzen, dürften dann in Zukunft nicht
mehr in die Städte fahren, die eine solche Umweltzone einführen.

Das gilt für Pkw ebenso wie für Lkw. Viele potentielle Kunden
würden deshalb vermutlich diese Citys meiden. Zudem wäre der
Lieferverkehr massiv eingeschränkt. Will man das wirklich? Und das
vor allem vor dem Hintergrund, dass es noch komplett
unterschiedliche Ansichten darüber gibt, wie stark sich die Belastung
der Stickoxide tatsächlich auswirkt. Der Diesel bietet spätestens
seit dem VW-Skandal offenbar jede Angriffsmöglichkeit.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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