Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur BND-Affäre

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Geben und Nehmen – so funktioniert die
Zusammenarbeit befreundeter Geheimdienste. Doch was war es, das der
Bundesnachrichtendienst der NSA liefern sollte? Informationen über
Politiker befreundeter Staaten? Oder Unternehmen? Sollte der BND
zum Handlanger staatlicher amerikanischer Wirtschaftsspione werden?

Dass US-Dienste Wirtschaftsspionage für amerikanische Unternehmen
betreiben, ist bekannt. Spätestens seit dem Echelon-Bericht der EU
aus dem Jahr 2001.

Die US-Liste mit den Suchbegriffen, nach denen der BND von ihm
abgefangenen Telefon- und Datenverkehr für die Amerikaner
durchforsten sollte, muss auf den Tisch. Nur so kann aufgedeckt
werden, was und wen die USA unter dem Deckmantel des
Anti-Terror-Kampfes ausforschen wollen.

Dass Angela Merkel die Veröffentlichung der illegalen Suchbegriffe
von der Zustimmung der Amerikaner abhängig machen will, ist nicht
nur absurd, es kommt einem Kniefall gleich, ja, einem Kotau. Wie
lange will sich die Kanzlerin eines souveränen Deutschlands, die
selbst schon Opfer den Abhörwahns geworden sein soll, noch von den
USA auf der Nase herumtanzen lassen?

Kuschen vor Freunden – das geht gar nicht.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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