Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Bundeswehr

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Sie sind im Kosovo stationiert, in Mali und am
Horn von Afrika. Erst vor wenigen Tagen wurde der Afghanistan-Einsatz
verlängert. Und demnächst sollen deutsche Soldaten auch im Rahmen des
Syrienkonflikts mehr Präsenz zeigen als bislang geplant. Ist die
Truppe für all diese Herausforderungen gerüstet? Man muss kein
Militärexperte sein, um daran Zweifel zu haben. Die wachsende
internationale Verantwortung der Bundeswehr steht klar im Widerspruch
zu ihren Ausrüstungsmängeln und personellen Engpässen. Kein Wunder
also, dass der Wehrbeauftragte und der Bundeswehrverband wieder Alarm
schlagen. Sie haben es schon häufiger getan. Nur wurden ihre
Warnungen politisch weitgehend ignoriert. Zwar herrscht kein Mangel
an Reformeifer. Doch das kann auch ein Fluch sein. Die Bundeswehr
befindet sich mitten in der Entwicklung zur Freiwilligenarmee, mit
allen Konsequenzen für den Nachwuchs, der nun ungleich schwerer zu
gewinnen ist als in Zeiten der Wehrpflicht. Wenn die Bundeswehr
tatsächlich allen Anforderungen genügen soll, die sie politisch
verordnet bekommt, dann muss das auch finanzielle Konsequenzen haben.
An einer Aufstockung der Truppe sowie einer deutlichen Verbesserung
ihrer Ausrüstung führt kein Weg vorbei.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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