Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Gewalt im Flüchtlingscamp

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Wenn Menschen unterschiedlicher Herkunft auf
engem Raum zusammenleben müssen, birgt das Sprengstoff. Die Nerven
liegen oft blank. Der kleinste Anlass kann zur Eskalation führen.
Egal, ob es sich um Syrer, Albaner, Pakistaner oder Deutsche handelt.
Doch es passiert im Normalfall selten, dass Menschen
unterschiedlicher Religionen in überfüllten Einrichtungen aufeinander
treffen. Das zeigt einmal mehr: Die Flüchtlingskrise ist ein
schwieriger Ausnahmefall.

Die Forderung nach einer Trennung von Ethnien ist müßig. Sie ist
politisch nicht gewollt und bei den aktuellen Belegzahlen
unrealistisch. Realistisch ist es aber, schnell Mängel in der
Einrichtung in Calden zu beseitigen wie die geringe Zahl sanitärer
Anlagen. Das verhindert Eskalationen nicht. Es sorgt jedoch zumindest
dafür, dass sich das Aggressionspotenzial nicht steigert.

Was hingegen Schlimmes verhindern kann, sind Kontrollen am
Eingang. Da reicht es nicht aus, Identifikationskarten anzuschauen
wie in Calden. Um Waffen größtenteils zu verhindern, sind
Taschenkontrollen unerlässlich. Wenn die Verantwortlichen dies mit
den Worten »Die Menschen sind als Gast gekommen« ablehnen, ist das
Unsinn. Im Fußballstadion werden auch Taschen von Gästen
kontrolliert. Soviel Vorsorge muss sein.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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