Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Jugendarbeitslosigkeit

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Eine verlorene Generation klagt an. In zwölf
Ländern der Europäischen Union sind 20 Prozent oder deutlich mehr
junge Menschen ohne Job. Das ist neben vielen anderen Krisen ein
miserables Zeugnis.

In den vergangenen Jahren wurden viele gut gemeinte Programme
aufgelegt und Fördertöpfe mit Milliardensummen gefüttert. Die Wirkung
ist erkennbar, aber zu gering. Weil Geld allein vor allem eine Gefahr
birgt: Es verpufft, wenn die Subventionen nicht von Reformen
begleitet werden, die an den Arbeitsmarkt angepasst werden.
Ausbildungssysteme, die nicht mit den Entwicklungen der Wirtschaft
Schritt halten, wo längst die Philosophie der digitalen Industrie 4.0
gepredigt wird, produzieren keine jungen Arbeitskräfte, die gebraucht
werden.

Der Ruf nach einem Umbau des Bildungswesens gehört zu jenen
Anforderungen, die Bestandteil des Programmpaketes für marode
Mitgliedstaaten sind. Aber da manche Regierungen unter Haushaltsdruck
auf kurzatmige Maßnahmen setzen, streichen sie Bildungs- und
Sozialprogramme zusammen. Es ist der falsche Weg.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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