Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Katalonien-Wahl

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Eine Gemeinschaft wie die EU wurde gegründet, um
die Grenzen zwischen den Mitgliedstaaten durchlässig zu machen und
gemeinsam Probleme lösen zu können, die jedes einzelne Land
überfordern. Es ist verständlich, dass man da keine anderen Szenarien
wie eine weitere Zersplitterung der Mitgliedstaaten vorbereitet hat.

Das mag auf den ersten Blick ignorant gegenüber dem Willen der
Menschen sein, die mit ihrer Region unabhängig leben wollen.
Tatsächlich aber ist dieses Konzept gegen den Zerfall Europas ein
großartiger Entwurf, um Grenzen zu überwinden, anstatt neue zu
ziehen. Wenn Katalanen, Flamen und Schotten sich dennoch als
souveräne neue Staaten bilden wollen, zeigt das die Unzufriedenheit
mit den nationalen Regierungen. Nicht aber mit Europa. Mehr noch: Die
EU bleibt der Raum, in dem sich solche nationalen Probleme eigentlich
zugunsten gemeinschaftlicher Politik auflösen sollten und müssten.

Von daher ist es eigentlich widersinnig, sich erst seine Autonomie
zu erkämpfen, um sie dann wieder in einem größeren Europa aufgeben zu
wollen. Denn diese Union wurde als ein Konzept gegen die Abgrenzung
entworfen, für die die Katalanen gerade gestimmt haben.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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