Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur neuen Flüchtlings-Zeltstadt in NRW

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Fünf mögliche Standorte für eine neue
Flüchtlings-Zeltstadt waren im Gespräch – der sechste wird–s. Die
Nachricht, dass die neue Unterkunft in Büren entsteht, kommt
überraschend. Umso mehr ist es anzuerkennen, dass Bürgermeister
Burkhard Schwuchow (CDU) nicht auf die Entscheidung schimpft, sondern
»große Hilfsbereitschaft« ankündigt.

Es ist erstaunlich wie schnell alles gehen kann, wenn die Not groß
ist. Wenn alles nach Plan läuft, und Ende Dezember tatsächlich die
ersten Flüchtlinge in die Bürener Zeltstadt einziehen, dann wären
seit der Entscheidung gerade einmal zweieinhalb Monate vergangen.

Man mag es makaber finden, dass die neue Unterkunft neben einer
Abschiebehaftanstalt gebaut wird. Man mag es auch unangemessen
finden, dass zwischen 15 000 und 17 000 Asylbewerber in
Nordrhein-Westfalen in Zelten wohnen und dass viele voraussichtlich
so überwintern müssen. Aber was tun, wenn es anders nicht geht?

Dass die Bezirksregierung Detmold gleich mehrere Standorte geprüft
hat, ist vorausschauend. Denn die neue Zeltstadt in Büren wird
bestimmt nicht die letzte sein, die in der Region entsteht. Dass die
Suche nach geeigneten Flächen weitergeht – wenn auch nur für den
Notfall – wurde ja bereits angedeutet.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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