Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Piratenpartei

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Fast zwei von drei Parteitagsteilnehmern sind
für die so genannte Ständige Mitgliederversammlung. Bekommen werden
die Piraten ihre Onlineparteitage bis auf Weiteres trotzdem nicht.
Behalten werden sie den Streit darum. Schade! Aus Sicht der Partei
wäre es etwas Unverwechselbares gewesen, was die ins Schlingern
geratenen Basisdemokraten hätten vorweisen können. Der Druck auf die
etablierte Konkurrenz wäre erhöht worden. Auch aus Sicht der
Öffentlichkeit hätte es ein interessantes Experiment werden können.
Denn es ist schon eine spannende Frage, welche Umfragedichte die
parlamentarische Demokratie verträgt. Wer bringt bessere Ergebnisse
zustande: der klassische Führungszirkel, ausgestattet mit
Vertrauensvorschuss und Mandat auf Zeit – oder doch der Schwarm,
quasi die Vervielfältigung des Bauchgefühls? Die letzten Stimmen
fehlten offenbar wegen verbliebener Zweifel an der Vereinbarkeit
solcher Onlinebeschlussfassungen mit dem Datenschutz. Ein gute Pointe
am Ende eines an skurrilen Momenten nicht armen Parteitages: Es gibt
zu viele Piraten, die dem Internet misstrauen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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