Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur schnelleren Terminvergabe beim Facharzt

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Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die belegen,
dass gesetzlich Versicherte länger auf einen Arzttermin warten müssen
als Privatpatienten. Ein großes Ärgernis, keine Frage. Ob die neu
eingerichteten Terminvergabestellen da helfen können? Wunder sind
nicht zu erwarten. Trotzdem macht das Gesetz Sinn. Wenn sich
innerhalb von vier Wochen kein Termin bei einem niedergelassenen Arzt
findet, kann der Patient ersatzweise auf die Behandlung durch ein
Krankenhaus pochen. Die Vergütung in der Klinik geht dann zu Lasten
des Honorartopfs der Praxisärzte. Das könnte ein Druckmittel sein,
um Patienten zu ihrem Recht zu verhelfen. Denn beim Geld hört die
Freundschaft bekanntlich auf. Jetzt gleich den Verlust der freien
Arztwahl zu beklagen, wie es die Kassenärztliche Bundesvereinigung
tut, ist überzogen. Denn in manchen Regionen suchen Patienten
längst die Notaufnahmen der Krankenhäusern auf, um das behandeln
lassen, was ihnen beim Praxisarzt zu lange dauert. Ärzte-Präsident
Frank Ulrich Montgomery hatte schon vor drei Jahren behauptet, dass
»fast alle Patienten« in dringenden Fällen innerhalb von vier Wochen
behandelt würden. Wenn dem wirklich so ist, hätten die neuen
Servicestellen nichts zu tun. Doch das darf bezweifelt werden.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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