Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur US-Waffendebatte

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Gesunder Menschenverstand gehört nicht gerade zu
den Stärken, wenn amerikanische Politiker über den Zugang zu Waffen
in den USA debattieren. Wie sonst könnte es überhaupt nur strittig
sein, Personen auf der Flugverbotsliste oder im Terrorregister am
Erwerb kriegstauglicher Waffen zu hindern.

Die traurige Wahrheit ist, dass sowohl der Terrorpaar aus San
Bernardino als auch der Massenmörder von Orlando auf solchen Listen
standen. Sie hatten nicht die geringsten Probleme, sich bis an die
Zähne zu bewaffnen.

Der Fundamentalismus der Waffennarren geht so weit, dass sie sich
mehr um die potenzielle Verletzung eines Verfassungsrechts sorgen als
die nationale Sicherheit. Ihr Argument: Nicht jeder, der im
Terrorregister steht, müsse Böses im Schilde führen. Auch diese
Personen sollten ohne richterliches Verbot das Recht behalten, Waffen
zu kaufen. Nach dieser Logik hätten die Terroristen von San
Bernardino und Orlando kein Problem gehabt, ihre Waffen legal zu
erwerben. Ansonsten hätten sie die Sicherheitsbehörden schon aus
anderen Gründen aus dem Verkehr gezogen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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