Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zu resistenten Keimen in Kliniken

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Resistente Keime sind eine Folge der modernen
Medizin. Durch einen allzu sorglosen Umgang mit Antibiotika in der
Medizin und vor allem in der Viehzucht haben sich immer mehr Keime
gebildet, die resistent gegen Antibiotika sind. Doch wir sind der
Entwicklung nicht schutzlos ausgeliefert. Länder wie die Niederlande
machen es vor. Dort beträgt die Infektionsrate bei MRSA in
Krankenhäusern weniger als ein Prozent. In Deutschland sind es nach
Expertenangaben aus dem Jahr 2008 bis zu 25 Prozent. Die Niederländer
haben seit den 90er Jahren die strengsten Hygienevorschriften der
Welt. Darin ist sogar geregelt, dass Arztkittel nur kurzärmlig sein
dürfen, weil lange Ärmel beim Händedesinfizieren stören können.
Auch in Deutschland hat es seit einigen Jahren ein Umdenken gegeben.
Es gibt klare Hygienevorschriften, Schmuck wie Ringe oder Armreifen
sind tabu, lange Fingernägel verboten. Dennoch ist noch viel Luft
nach oben – beispielsweise bei der zwangsweisen, regelmäßigen
Untersuchung aller Klinikmitarbeiter auf resistente Keime. Hier ist
der Gesetzgeber gefragt.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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