Westfalen-Blatt: Germanwings-Absturz: Lufthansa zeigt „falsche Angehörige“ an

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Nach dem Absturz der Germannwings-Maschine hat
die Lufthansa Anzeige gegen eine Frau aus Beverungen (Kreis Höxter)
erstattet. Es besteht der Verdacht, dass sich die Frau
fälschlicherweise als eine Verwandte der getöteten Lehrerin Stefanie
T. aus Brakel (Kreis Höxter) ausgegeben hat, um mit der Lufthansa
zum Absturzort zu reisen. Markus Tewes, der Sprecher der Polizei im
Kreis Höxter, sagte dem WESTFALEN-BLATT, die Lufthansa habe die
Anzeige bei der Bundespolizei erstattet. Diese habe den Vorgang an
die Polizei Höxter weitergeleitet, die nun die Beschuldigte befragen
und dem Betrugsverdacht nachgehen werde. Klaus Gorny, Sprecher bei
der Lufthansa, sagte: „Wir bedauern sehr, dass die Angehörigen durch
diesen Vorfall in ihrer Trauer gestört wurden.“ Lufthansa habe
Angehörigen in den ersten Tagen nach dem Unglück unbürokratisch
helfen wollen. Man habe Angaben deshalb zunächst nur auf eine gewisse
Plausibilität geprüft. Die Frau aus Beverungen soll zweimal auf
Lufthansa-Kosten in die Unglücksregion geflogen sein und auch die
Gedenkstätte in Seyne-les-Alpes besucht haben. Eine Rückfrage der
Fluggesellschaft bei den Eltern der toten Lehrerin soll den Verdacht
aufgebracht haben.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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