Westfalen-Blatt: zu den IS-Anhängerinnen aus den USA

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Schule schwänzen, um sich dem sogenannten
»Islamischen Staat« in Syrien anzuschließen: Die Geschichte der drei
Mädchen aus Denver klingt unglaublich. Sie wirft ein Schlaglicht auf
ein Phänomen, das kein Einzelfall ist. Laut Sicherheitsbehörden
ziehen die extremistischen Gotteskrieger der IS nicht nur junge
Männer an. Der Frauenanteil liegt bei zehn Prozent. Was die Teenager
antrieb, darüber kann nur spekuliert werden. Denkbare Motive reichen
von einer Identitätskrise der jungen Musliminnen, die sich in der
säkularen Gesellschaft nicht angenommen fühlen bis hin zur
Faszination mit der angeblichen Reinheit der Lehre der IS-Anhänger,
die sich als Kämpfer einer gerechten Sache darstellen. Schließlich
kommt auch noch Rebellion gegen das Elternhaus in Frage. Vermutlich
dürfte der Ausgang des fragwürdigen »Abenteuers« – der Rückflug in
die USA – besser sein als das, was die Mädchen in Syrien erwartet
hätte. Enttäuschung, dann Entmündigung und im schlimmsten Fall
Misshandlung und Versklavung. Aus diesem Gefängnis hätte es kaum
einen Weg zurück gegeben.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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