Westfalen-Blatt: zu Dieter Nuhr und zur Meinungsfreiheit

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Hoffentlich lässt sich Dieter Nuhr nicht
einschüchtern. In Deutschland gilt Meinungsfreiheit, und auf die darf
sich der Kabarettist Dieter Nuhr völlig zu Recht berufen, wenn er
gewalttätige Auswüchse des Islam wie den Salafismus satirisch aufs
Korn nimmt oder kurios anmutende Vorstellungen wie die, dass
Jungfrauen im Paradies Männer umgarnen, die sich als
Selbstmordattentäter auf einem Marktplatz in die Luft sprengen und
»Ungläubige« mit in den Tod reißen. In Deutschland ist freie
Religionsausübung garantiert, aber nicht jeder muss das Christentum
oder den Islam toll finden. Das haben Katholiken genauso zu dulden
wie der Muslim Erhan Toka, der Nuhr Islamhetze vorwirft und nicht
versteht, dass zum Wesen des Kabaretts das Fehlen von Tabus gehört.
Hätte Nuhr im Mittelalter gelebt, wäre er als Ketzer verfolgt worden.
Würde er heute in Afghanistan leben, wäre er das Ziel der
Taliban-»Gotteskrieger«. Weil er aber hier und jetzt in Deutschland
auf die Bühne geht, genießt er den Schutz des Grundgesetzes. Auch
wenn Kollegen aus Angst vor Einschüchterung bereits schweigen, sollte
er weitermachen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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