Westfalen-Blatt: zu Erpressungtrojanern

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Es wird allerhöchste Zeit, die Bedrohung aus dem
Internet ernst zu nehmen. Sicherheitslücken stehen noch Monate
sperrangelweit offen, nachdem sie bekannt geworden sind und ein
Softwareflicken (Patch) bereitgestellt worden ist. Viele Unternehmen
gehen regelrecht (fahr-)lässig mit dem Thema IT-Sicherheit um.
Genauso selbstverständlich, wie Firmengelände eingezäunt und Tore
abgeschlossen werden, muss angemessen schnell reagiert und in die
Sicherheit von IT-Systemen investiert werden. Es darf nicht sein,
dass Geheimdienste Sicherheitslücken geheim halten, um
»Staatstrojaner« oder andere Spähprogramme in Umlauf zu bringen und
damit auch noch den Handel mit Sicherheitslücken begünstigen.
Konstantin von Notz (Grüne) fordert zu Recht, dass staatliche Stellen
alles dafür tun müssen, damit Sicherheitslücken schnellstmöglich
geschlossen werden. Wer Programme zum Verbreiten von Spähsoftware
einkauft, begünstigt noch die Ausrüstungsspirale zwischen Hackern und
Sicherheitsfirmen. Deutschland braucht eine neue Digitalpolitik –
heute, nicht irgendwann.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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