Westfalen-Blatt: zum Drogenbericht

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Nur mal kurz die Mails checken, bei Facebook
Kommentare lesen oder lustige Webvideos anschauen – fast jeder geht
täglich ins Internet. Die digitale Welt ist überall, sie gehört zum
Alltag vieler Bundesbürger, sowohl im Privat- als auch im
Berufsleben. Genau das macht es so schwer, eine Sucht überhaupt
festzustellen oder zu definieren. Der Verlauf kann schleichend sein
und sich nur schwer vom normalen Nutzerverhalten unterscheiden. Denn,
wie viele Stunden jemand im Internet verbringt, lässt keine
stichhaltigen Schlüsse auf ein zwanghaftes Verhalten zu.
Smartphone-Nutzer sind quasi dauer-online, aber deshalb nicht
automatisch süchtig. Das Internet hat zudem bei Jüngeren häufig
andere traditionelle Medien abgelöst. In ihrem Bericht beruft sich
die Drogenbeauftragte Marlen Moertel auf veraltete Befragungen, die
auf die Jahre 2010 und 2011 zurückzuführen sind. Demnach lag der
Anteil von Jugendlichen mit einer Internetabhängigkeit vor fünf
Jahren bei 2,4 Prozent. In einer sich so rasant entwickelnden Welt
wie der digitalen können diese Zahlen keine Grundlage sein.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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