Westfalen-Blatt: zum Waffenrecht

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Der Streit um das europäische Waffenrecht hat
nichts mit der amerikanischen Diskussion zu tun. Innerhalb der
EU-Mitgliedstaaten gibt es bereits ein hohes Niveau an Kontroll- und
Schutzbestimmungen – wenngleich diese auch noch nicht so harmonisiert
wurden, dass alle Lücken geschlossen sind. Die jüngsten Vorschläge zu
weiteren Auflagen wurden nicht durch Paris ausgelöst. Sie sind schon
in dem ein Jahr alten Entwurf der Europäischen Sicherheitsagenda
enthalten, der bisher nicht vorankam. Doch nun will Brüssel endlich
den Waffenhandel via Internet verbieten, den Schusswaffen-Besitz von
Privatpersonen einschränken. Da mag aus Sicht der Sportschützen, der
traditionellen Schützenverbände sowie der Jäger durchaus Überzogenes
dabei sein. Dennoch gehört alles auf den Tisch, was den Zugang zu
Feuerwaffen sicherer machen könnte. Darunter möglicherweise auch
lästige Regelungen, wie die Einschränkung der privaten Aufbewahrung
von Vereinswaffen. Auch wenn die Fachverbände mit ihren Einwänden in
vielen Punkten Recht haben. Der Überfall auf den Thalys-Zug zeigt:
Der Angreifer hatte aus dem Internet bestellte Waffenteile
zusammengebaut. Das darf nicht möglich sein. Solche Defizite müssen
beseitigt werden.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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