Westfalen-Blatt: zur EU-Reform

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Das Projekt ist gelungen. Europa hat sich eine
Datenschutz-Reform gegeben, die in der digitalen Welt für viel Unruhe
sorgen wird. Das war die Absicht, denn man wollte dem Bürger das
Recht auf seine persönlichen Angaben zurückgeben. Er soll selbst
bestimmen können, was preisgegeben oder gelöscht wird. Nun werden die
Freaks uns erklären, dass die eine oder andere Vorschrift bestenfalls
Etikettenschwindel ist, weil man technischen Aufwand immer mit
irgendwelchen Tricks aushebeln kann. Darauf werden die Befürworter
antworten, dass dann immer noch eine Art pädagogischer Zeigefinger
bleibe, weil man weniger unbedacht umfangreiche und unverständliche
Rechtshinweise einfach per Mausklick überspringt. Richtig an dieser
Diskussion ist, dass man die Chancen der Nutzer erweitert hat, die
dieser aber auch ergreifen müssen. Wer unbedacht alles, was
kleingedruckt ist oder künftig mit ansprechender Symbolik daherkommt,
beiseite klickt und private Fotos oder sonstige Informationen zu
seiner Person ins Netz stellt, trägt eine Mitverantwortung dafür,
wenn diese anders gebraucht werden als von ihm gewollt. Naivität kann
in der digitalen Welt durchaus zerstörerisch sein.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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