Westfalenpost: Atommüll

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Es ist müßig, darüber zu streiten, aber der Gedanke
ist es wert. Wie können sich Politik und Wirtschaft einer Energie
verschreiben, ohne eine Vorstellung davon zu haben, wie sie mit dem
radioaktiven Abfall umgehen? Schon Konfuzius wusste: Wer das Morgen
nicht bedenkt, wird Kummer haben, bevor das Heute zu Ende geht. 60
Jahre lang ist mit der Kernenergie viel Geld verdient worden, dafür
müssen 30.000 Generationen nach uns mit den Folgen des
lebensbedrohlichen Mülls leben. Ein Irrsinn, der sich unserer
Vorstellungskraft entzieht. Wohin mit den bis in alle Ewigkeit
verstrahlten Hinterlassenschaften? Das Geschäftsmodell „Nach mir die
Sintflut“ hat biblische Ausmaße. Der Bundestag hat das Gesetz zur
Suche nach einem Endlager verabschiedet. In 14 Jahren soll der
Standort gefunden sein, in 33 Jahren soll er in Betrieb gehen und
hoch radioaktiven Müll eine Million Jahre lang sicher lagern. Mit
23,5 Milliarden Euro haben sich die Energiekonzerne im
Atom-Entsorgungspakt von dieser Aufgabe freigekauft. Kein schlechtes
Geschäft angesichts milliardenschwerer Gewinne in der Vergangenheit
und unabsehbarer Kosten der Lagerung, die künftig die Steuerzahler
tragen müssen. In Deutschland geht das letzte Atomkraftwerk 2022 vom
Netz.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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