Westfalenpost: Bosbach im NRW-Wahlkampf: Ein Mann für die Bühne

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Bisher gibt sich Armin Laschet beim Nennen von Namen
reserviert. Von einem Schattenkabinett halte er nichts, sagt der
nordrhein-westfälische CDU-Chef. Vielleicht halten aber auch die
potenziellen Kandidaten nichts davon, weil sie am 14. Mai um 18 Uhr
nicht als Verlierer im Rampenlicht stehen wollen. Derzeit sprechen
die Umfragen ja eher für eine Große Koalition als für eine
ausreichende CDU-Mehrheit. Sei es drum: Mit Wolfgang Bosbach hat sich
Laschet immerhin einen prominenten Bundespolitiker geangelt, den die
Bürger kennen, weil er in Talkshows markige Worte findet und trotzdem
noch sympathisch erscheint. Bosbach soll den Finger in die größte
Wunde der aktuellen rot-grünen Regierung legen: die innere
Sicherheit. Ralf Jäger steht auf der Abschussliste, egal wie die Wahl
ausgeht. Wolfgang Bosbach ist vor allem ein Mann für die Bühne; viel
Neues ist von seiner künftigen Kommission nicht zu erwarten. Die
Versäumnisse der Vergangenheit sind benannt, die Forderungen für die
Zukunft liegen längst auf dem Tisch. Für das Amt des
Landesinnenministers stehe er nicht zur Verfügung, betonte der
64-jährige gestern. Kein Wunder: Diesen Posten will Laschet selbst,
falls es in drei Wochen für ihn nur zum Juniorpartner von Hannelore
Kraft langt.

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